Medienkompetenz

In diesem Bereich finden Sie viele hilfreiche Informationen zur Stärkung von Familien in Sachen Medienkompetenz durch Wissensvermittlung. Hierzu haben wir eine Beitragsreihe als Medien Kompetenz Cast ins Leben gerufen. Dieses "MedienWiKi" bleibt Ihnen jederzeit erhalten und dient zur Vertiefung in das Thema. 

 

Interessierte Eltern, die sich über das Thema informieren möchten, sind fast keine Grenzen gesetzt, zahlreiche Online- und Printangebote stehen mittlerweile im Internet zur Verfügung.

 

Die sog. FIM-Studie 2011 (2012) macht jedoch u.a. deutlich, dass die Angebote Eltern und Familien nicht oder nur in geringem Maße erreichen, denn die Mehrheit der befragten Eltern hält sich nur für "etwas kompetent" in Fragen der Medienerziehung.

 

Vor diesem Hintergrund stellen wir regelmäßig Handlungsfelder der medienbezogenen Familienbildung zusammen, informieren über neue Trends, erklären Fachbegriffe und stellen nützliche Links und Broschüren für Sie bereit.

Die Bundezentrale für gesundheitliche Aufklärung hat mehrere Ratgeber zur Medienkompetenz veröffentlicht, u.a. ein Check-up in Sachen Medien und Familie. 

Check-up in Sachen Medien und Familie des BZgA
Auszug aus dem Ratgeber "Gut hinsehen und zuhören!" des BZgA
Gut_hinsehen_und_zuhoeren_Check-up.pdf
PDF-Dokument [74.8 KB]

Hinweis: Die folgenden Tipps verweisen u.a. auch auf externe Seiten, auf diese Weise können Sie sich manche Broschüren per Download relativ problemlos und schnell beschaffen. Manche Adressen ändern sich jedoch recht schnell und manches Angebot verschwindet auch im Laufe der Zeit. 

Mediennutzungsvertrag

Unter dem Motto "Regeln finden - Streit vermeiden" haben sich das "internet-abc" und "klicksafe" sowie Unterstützung von "Ralph Caspers" etwas ganz wunderbares ausgedacht, einen Mediennutzungsvertrag, den Sie mit Ihren Kindern gemeinsam, wie ein Baukasten, zusammenstellen.

 

https://www.mediennutzungsvertrag.de/

10 praktische Tipps 

Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen fördern
 
Unser Netzwerkpartner, der Bundesverband der Rechtsjournalisten, stellt 10 praktische Tipps zur Stärkung von Medienkompetenzen zur Verfügung.
 
Unsere digitalisierte Welt ist zu einem nicht kleinen Teil durch die verschiedensten Medien bestimmt. Ob Radio, Fernsehen oder soziale Netzwerke – jedes Medium stellt andere Ansprüche an Nutzung und Umgang. Eine gute Medienkompetenz befähigt den Nutzer, sich in der Welt der Medien souverän zurechtzufinden.
 
Insbesondere Erwachsenen und älteren Menschen fällt es dabei schwerer, sich auf neue Medien einzulassen und einzustellen. Doch auch sogenannte „digital natives“ müssen erst eine gewisse Medienkompetenz erlernen. Wie können Eltern dies bei Kindern und Jugendlichen fördern?
 
Medienkompetenzen: Was sollte mein Kind lernen?
- Technische Aspekte der Nutzung (z. B. des Touchscreens) 
- Sinnvoller, bewusster und maßvoller Umgang mit Medien 
- Inhalte einordnen und verarbeiten, bspw. relevante Informationen herausfiltern, unseriöse Quellen erkennen („Fake News“) 
- Redaktionelle Inhalte und Werbung unterscheiden 
- Aufklärung über Risiken und Gefahren
Eltern stehen in der Pflicht!
 
Das Erlernen von Medienkompetenzen ist ein Prozess, der sich nicht auf Unterrichtseinheiten in Kindergarten oder Schule reduzieren lässt. Eltern haben die Pflicht, ihre Kinder tagtäglich beim Umgang mit Medien verschiedenster Art zu begleiten und zu unterstützen. So ist es beispielsweise eine Aufgabe von Eltern, ihren Kindern zu verdeutlichen, dass im Internet dieselben ethisch-moralischen Regeln zu beachten sind, wie dies in der analogen Welt geschehen sollte.
Was können Eltern aktiv unternehmen?
 
1. Signalisieren Sie Ihrem Kind, bei Sorgen oder Fragen im Umgang mit Medien immer ein offenes Ohr zu haben. Ermutigen Sie es, Ihnen beängstigende oder verstörende Inhalte zu zeigen, sollte es auf solche treffen. 

2. Sprechen Sie über gute und schlechte Inhalte bzw. Seiten und welche persönlichen Informationen nicht ins Internet gehören (Name, Adresse, Handynummer etc.). 
3. Sprechen Sie über einen freundlichen und fairen Umgang im Internet. 

4. Sprechen Sie über die Anforderungen der Sicherheit (Passwörter, Antiviren-Software usw.). 

5. Seien Sie „up to date“ – sowohl in Bezug auf den technischen Fortschritt als auch die konkreten medialen Aktivitäten Ihres Kindes. 

6. Helfen Sie Ihrem Kind insbesondere anfangs, beispielsweise durch die gemeinsame Erstellung von Profilen in sozialen Netzwerken. 

7. Nutzen Sie die technischen Möglichkeiten, um nicht-altersgemäße Inhalte zu minimieren, beispielsweise: spezielle Suchmaschinen wie blinde-kuh.de, Installation von Schutzsoftware/Jugendschutzfiltern, Einrichtung kindgerechter Startseiten, Familienfreigabe bei Apple und im Google Play Store etc. 

8. Vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Regeln („Erst fragen, dann runterladen!“). 

9. Vereinbaren Sie bestimmte Zeiten, in denen Medien genutzt werden dürfen. 

10. Begleiten Sie Ihr Kind gelegentlich bei der Mediennutzung, vertrauen Sie ihm jedoch auch grundsätzlich und seien Sie bei Problemen Ansprechpartner.
 

NoPhish - Anti-Phishing

Die Forschungsgruppe SECUSO erklärt, wie man sich schützen kann:

  • Identifizieren Sie die tatsächliche Webadresse hinter einem Link: Achten Sie auf den Wer-Bereich.

 

  • Geben Sie bei IP-Adressen keine Daten ein. 
    X https://95.130.22.98/google.de.secure-login.de

 

  • Lassen Sie sich nicht von Webadressen in die Irre führen, bei denen der Name der Institution außerhalb des Wer-Bereichs steht.
    X https://www.amazone.de.shoppen-im-web.de/
    X http://shoppen-im-web.de/https://www.amazone.de

 

  • Prüfen Sie den Wer-Bereich in Bezug auf Tippfehler und Buchstabendreher.
    X https://www.immobiliennscout24.de/

 

  • Prüfen Sie den Wer-Bereich genau hinsichtlich der Verwendung von ähnlich aussehenden Zeichen und Zahlen.
    X https://www.mediarnarkt.de/

 

  • Prüfen Sie, ob der Wer-Bereich nur eine Abwandlung des Ihnen vertrauten Wer-Bereichs ist. Bei Unsicherheit benutzen Sie eine Suchmaschine.
    X https://de-de.facebook-secured.com/